Produktvergleich: Bushbox LF Titanium vs. Esbitkocher vs. Spirituskocher

Wenn du auf der Suche nach einem mobilen Kocher für dein nächstes Outdoor- oder Survivalabenteuer bist, gibt es viele verschiedene Produkte auf dem Markt. In diesem Blogbeitrag vergleichen wir drei der beliebtesten Optionen: die Bushbox LF Titanium, den Esbitkocher und den Spirituskocher. Aber auch für die Krisenvorsorge sind diese Produkte interessant, da ihr damit Wasser und Mahlzeiten auch ohne Strom erhitzen könnt! Jeder dieser Kocher hat seine eigenen einzigartigen Eigenschaften, also schauen wir uns jeden von ihnen genauer an!

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Bushbox LF Titanium

Die Bushbox ist bei vielen Bushcraftern ein beliebtes Gadget, um unterwegs Wasser aufzukochen oder ganze Mahlzeiten zuzubereiten. Eine Bushbox ist im Prinzip eine mobile Feuerstelle, in der du mit Zunder und Holz ein Feuer entzünden und kontrolliert abrennen lassen kannst, da die Metallkonstruktion das Holz zusammenhält aber dennoch genug Luft ranlässt. Ich selbst habe die Bushbox LF Titanium im Einsatz. Gegenüber der Variante aus rostfreiem Stahl ist die Titan-Ausführung nur halb so leicht, dafür aber auch etwas teurer.

Die Bushbox kann mit beliebigen natürlich vorkommenden Brennstoffen, also z.B. Holz verwendet werden. Du brauchst also keinen speziellen Brennstoff wie bei anderen Kochern. Der Vorteil daran ist, wenn du erstmal ein Feuer in der Bushbox entfacht hast, kannst du die Brenndauer beliebig verlängern, in dem du einfach Holz nachlegst. Dies ist ein großer Vorteil, vor allem bei der Zubereitung größerer Mahlzeiten.

Ein weiterer Vorteil der Bushbox ist, dass sie mit dem optionalen Grillrost auch als Grill verwendet werden kann. So hast du die Möglichkeit, dein Essen direkt über den Flammen zuzubereiten, was ihm einen schönen Rauchgeschmack verleiht.

Der Nachteil an einer Bushbox ist, du musst es erstmal schaffen ein gut brennendes Feuer zu entzünden und regelmäßig neuen Brennstoff (z.B. Holz) nachlegen. Außerdem kann das Feuer nicht schnell gelöscht werden, wie bei anderen Brennern. Du musst also warten bis das Feuer erloschen ist oder du löscht es mit Wasser. Durch die zurückbleibende Asche ist die Bushbox dann aber erstmal schmutzig und muss gereinigt werden. Nimm dir am besten einen Handbesen mit, um die ausgekühlte (!!!) Buschbox anschließend zu säubern.

Im Wald findest du eigentlich überall Brennstoff und kannst somit die Bushbox ohne zusätzliche Kosten für den Brennstoff betreiben. Durch die große Auflagefläche kannst du außerdem auch größeres Kochgeschirr wie eine Pfanne oder einen großen Topf verwenden. Die Verwendung der Bushbox ist weitestgehend sicher, da das Metall das Holz und somit auch das Feuer kontrolliert abrennen lässt. Räume aber sicherheitshalber dennoch den Bereich um die Box herum frei.

Die Bushbox LF Titanium wiegt trotz ihrer Größe von 14x10x10cm nur 280g. Zusammengeklappt sind die Packmaße der Bushbox jedoch nur noch 14x10x1,2 cm und damit lässt sie sich gut im Rucksack transportieren.

Der Preis variiert je nach Hersteller, Material und Ausführung. Die Bushbox LF Titanium ist mit aktuell über 125 Euro vergleichsweise teuer, dafür sind die Außenwände klappbar und durch die Verwendung von Titan anstelle von Stahl auch nur halb so schwer wie vergleichbare Bushboxen. Viele Bushboxen müssen außerdem erst zusammengesteckt werden, während die Bushbox LF Titanium an den Kanten mit Scharnieren ausgestattet ist, sodass man die Box einfach auf- und zusammenklappen kann. Das spart Zeit beim Auf- und Abbau.

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Esbitkocher

Der Esbitkocher ist ein kleiner, leichter Kocher, der einfach zu benutzen ist. Er wird mit Esbit-Festbrennstofftabletten befeuert, die aus Hexamin bestehen. Diese Tabletten verbrennen rauchfrei, sodass du dir keine Sorgen machen musst, dass du bei der Verwendung dieses Kochers unerwünschte Aufmerksamkeit erregst.

Die Verwendung des Esbitkochers ist sehr einfach. Man klappt den Kocher einfach auf und legt eine Esbit-Tablette auf den Herd und zündet sie an. Einmal angezündet, brennt die Tablette je nach Größe etwa 5-12 Minuten, was ausreicht, um einen kleinen Topf Wasser zu kochen oder den Inhalt einer Konservendose zu erhitzen. Möchte man die Brenndauer erhöhen, legt man eine weitere Tablette nach.

Der Nachteil des Esbitkochers ist, dass man die speziellen Esbit-Brennstofftabletten kaufen muss. Diese gibt es in unterschiedlichen Größen mit unterschiedlicher Brenndauer. Die Tabletten können außerdem allergische Reaktionen hervorrufen. Daher sollten man den Esbitkocher nicht in Innenräumen verwenden.

Günstige Esbitkocher gibt es schon ab ca. 10 Euro. Die Brennstofftabletten gibt es oft gegen Aufpreis dazu. Separat kann man die Tabletten für 5-10 Euro in unterschiedlichen Größen und Mengen erwerben.

Der von mir benutzte Esbitkocher hat zusammengeklappt die Maße 10×7,5x2cm und kann dann auch als Aufbewahrungsbox für die Brennstofftabletten verwendet werden. Beides zusammen wiegt in etwa 170g, sodass der Esbitkocher auch praktisch auf längeren Wanderungen ist, weil er nicht so sehr ins Gewicht fällt.

Der Esbitbrennstoff lässt sich zwar theoretisch mit einem Feuerstahl entzünden, das kann aber ggf. etwas dauern, ich empfehle euch eher ein Feuerzeug oder Streichhölzer mitzunehmen.

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Spirituskocher

Der Spirituskocher ist ein kleiner, tragbarer Kocher, der Brennspiritus als Brennstoff verwendet. Er ist sehr einfach zu bedienen und kann schnell aufgebaut werden.

Um den Spirituskocher zu benutzen, füllt man einfach den Tank mit Brennspiritus, öffnet den Deckel der Dose und zündet den Kocher an. Die Flamme kann je nach Ausführung durch das Verstellen eines Ventils oder Deckels reguliert werden. Der Vorteil des Spirituskochers besteht darin, dass der Brennstoff sehr leicht zu beschaffen und außerdem sehr günstig ist.

Der Nachteil des Spirituskochers besteht darin, dass Brennspiritus hoch brennbar ist und daher sehr gefährlich sein kann, wenn der Brenner z.B. umfällt. Man sollte also darauf achten, dass der Kocher standfest steht und man ihn nicht versehentlich umwirft. Ebenfalls sollte man kein Spiritus nachfüllen, wenn der Kocher bereits brennt. Von einer Verlängerung der Kochzeit durch Nachgießen von Sprititus ist daher abzuraten.

Brennspiritus ist in den meisten Supermärkten und Baumärkten erhältlich. Ein Liter Brennspiritus kostet etwa 0,50 €.

Der Spirituskocher, den ich verwende, ist der Lixada Spiritusbrenner. Er wiegt nur 145g und wird mit einem Lederbeutel geliefert. Der Kocher selbst besteht aus dem Gefäß, einer zuschraubbaren runde Metalldose und dem Ständer für ein Gefäß wie einen Topf oder eine Metalltasse.

Zum Anzünden könnt ihr einen Feuerstahl benutzen, da Spiritus leicht entzündlich ist. Erst einmal angezündet, sollten ihr den Brenner vor starkem Wind schützen. Das geht z.B. mit einem Windschutz.

Benötigt man den Brenner nicht mehr, kann man den Deckel einfach wieder auf die Dose legen und damit den Brenner sofort löschen.
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Fazit

Alle drei Kocher haben ihre Vor- und Nachteile. Die Bushbox LF Titanium ist der teuerste, aber auch der leichteste und kompakteste der drei Kocher. Er kann mit Naturmaterial, also Holz befeuert werden, sodass nur Anschaffungskosten für die Box entstehen. Die Stahlvariante ist wesentlich kostengünstiger, aber auch doppelt so schwer. Zusammensteckbare Buschboxen sind nochmal etwas günstiger, hier dauert es aber etwas länger die Box startbereit zu machen. Zusammengeklappt nimmt die Box nicht viel Platz im Rucksack weg. Nachteil ist die zurückbleibende Asche, wodurch die Box am Ende rußig ist.

Der Esbit-Kocher ist sehr einfach zu bedienen, aber man muss die speziellen Esbit-Brennstofftabletten kaufen. Diese kosten je nach Größe und Menge ab 4 Euro. Damit kommt man dann aber auch eine Weile hin.

Der Spirituskocher ist sehr kostengünstig in der Anwendung. Mit Brennspiritus sollte man aber vorsichtig umgehen und den Kocher standsicher platzieren. Die kleine Dose ist platzsparend und lässt sich zugeschraubt zusammen mit dem Brennstoff transportieren.

Welcher Kocher für euch am besten geeignet ist, müsst ihr entscheiden. Letztendlich kommt es auch auf den Anwendungszweck an.

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