Feuerstahl, Feuerzeug oder elektrisches Feuerzeug? Was ist besser?

Feuer ist ein wichtiger Bestandteil der menschlichen Geschichte. Feuer spendet Wärme, erzeugt Licht und ermöglicht uns Nahrung zu erhitzen oder Werkstoffe zu verarbeiten. Grund genug also etwas näher auf die verschiedenen Möglichkeiten einzugehen, wie man ein Feuer entzünden kann. In diesem Artikel möchte ich dir die Vor- und Nachteile zwischen einem Feuerzeug, einem Feuerstahl und einem elektrischen Feuerzeug aufzeigen und welche Produkte in diesem Bereich empfehlenswert sind. Außerdem zeige ich dir für welche Anwendungsgebiete die unterschiedlichen Produkte gedacht und geeignet sind. Fangen wir also an.

Hinweis: Auf manchen meiner Seiten findest du sogenannte Affiliate-Links / Werbelinks. Diese habe ich mit einem Sternchen markiert (*). Zusätzlich sind Produktbilder und -namen z.T. ebenfalls mit Affiliate-Links verknüpft. Klickst du diese Links an und erwirbst anschließend das Produkt oder die Dienstleistung, erhalte ich eine Provision. Dir entstehen dadurch keine Mehrkosten, jedoch unterstützt du damit mich und meine Internetseite.


Das Feuerzeug

Feuerzeuge gibt es in verschiedenen Variationen, wobei die üblichen Feuerzeuge entweder mit Gas oder Benzin betrieben werden. Es zeichnet sich durch seinen niedrigen Anschaffungspreis und seine einfache Handhabung aus. Das herkömmliche Feuerzeug funktioniert mit Butangas, das in einem kleinen Tank gespeichert ist. Das Feuerzeug hat einen Druckknopf der das Gas entweichen lässt und ein Metallrad, das durch Reibung an einem Feuerstein Funken erzeugt, die das Gas entzünden. Dadurch wird eine Flamme erzeugt wird. Alternativ gibt es Benzin betriebene Feuerzeuge wie etwa das sehr beliebte und auch als Sammlerstück genutzte Zippo-Feuerzeug. Beim Zippo-Feuerzeug wird das Benzin in einer Art Schwamm im Gehäuse gespeichert. Aus dem Gehäuse ragt ein Docht heraus, der mit dem Schwamm verbunden ist, sodass der Docht immer mit einer kleinen Menge Benzin getränkt ist. Über ein Feuersteinrad – wie beim Butangasfeuerzeug – wird der Docht entzündet.

Geöffnetes Zippo-Feuerzeug
Schwamm des Zippofeuerzeuges

 

Die Vorteile von Butan-Feuerzeugen sind deren günstiger Preis und die Tatsache, dass es mit einer Hand bedient werden kann. Außerdem haben viele Feuerzeuge ein sehr ansprechendes Design. So gibt es auch historische Sammlerstücke oder limitierte Auflagen, die hohe Preise auf Auktionen erzielen. Die Nachteile des Feuerzeugs sind, dass es oft nicht sehr langlebig ist, da der Gastank relativ klein ist und bei schlechter Qualität auch Gas aus dem Gastank austreten kann. Speziell die Plastikfeuerzeuge neigen außerdem z.T. dazu Schaden zu nehmen, wenn sie versehentlich fallen gelassen werden. Jedoch können Feuerzeuge auch nachgefüllt werden. Ebenfalls nutzt sich mit der Zeit das Feuersteinrad ab. Spätestens dann kauft man sich üblicherweise ein neues Feuerzeug. Aufgrund des niedrigen Preises von oft unter einem Euro sind die Kosten für die Neuanschaffung aber relativ gering. Zippo-Feuerzeuge werden üblicherweise nicht einfach weggeworfen und sind im Vergleich zum Butanfeuerzeug auch relativ teuer. Hier gibt es Möglichkeiten das Feuersteinrad oder auch den Docht und den Schwamm auszutauschen.
Unterm Strich sind die günstigen Butan-Feuerzeuge zwar ideal für den täglichen Gebrauch, benötigen aber fossilen Brennstoff, der nicht immer zur Verfügung steht. Wenn du auf der Suche nach einem Produkt bist, das länger hält, solltest du dir die nächsten beiden Optionen genauer ansehen: Feuerstahl und elektrische Feuerzeuge.

Der Feuerstahl

Der Feuerstahl ist vorallem in der Outdoor- / Bushcraft bzw. Survivalscene sehr beliebt. Ein Feuerstahl ist ein Ferrocerium-Stab mit einem Metallschläger. Der Ferrocerium-Stab wird durch Reibung entzündet, d.h. durch das Schaben des Metallanschlags (meist aus Magnesium) am Stab. Dadurch entstehen extrem heiße Funken, die Zundermaterial wie trockenes Gras, Birkenrinde, Wolle oder Papier entzünden können.
Der Vorteil des Feuerstahl ist seine Langlebigkeit. Je nach Größe, Umfang und Qualität hält ein Feuerstahl über 12.000 Zündungen aus, bevor er vollständig verbraucht ist. Einmal gekauft, kann er bei richtiger Handhabung also ein Leben lang halten. Außerdem ist der Feuerstahl relativ wetterunabhängig und kann auch bei starkem Wind oder Regen verwendet werden. Allerdings sollte man darauf achten, dass der Ferroceriumstab nicht vorher nass wird, da dies seine Leistung deutlich verringert. Der Feuerstahl ist auch relativ einfach zu benutzen, obwohl es am Anfang ein wenig Übung erfordert, die notwendigen Funken, die bis zu 2500 Grad heiß sein können, zu erzeugen. Im Gegensatz zum Feuerzeug benötigt man außerdem Zundermaterial, um eine Flamme zu entfachen, während bei einem Feuerzeug die Flamme direkt zur Verfügung steht. Hat man geeigneten Zunder dabei oder in der Natur gefunden, kann man mit einem Feuerstahl aber grundsätzlich überall ein Feuer entzünden. Hierfür werden keine fossilen Brennstoffe wie Butangas oder Benzin benötigt. Zusammengefasst ist der Feuerstahl ein sehr vielseitiges und langlebiges Produkt, das in fast jeder Situation eingesetzt werden kann. Allerdings braucht es ein wenig Übung, um den Umgang mit dem Feuerstahl zu beherrschen.

Elektrische Feuerzeuge

Das elektrische Feuerzeug – auch Lichtbogen Feuerzeug genannt – ist ein relativ neues Produkt auf dem Markt und wird immer beliebter. Das Aussehen eines elektrischen Feuerzeugs ähnelt dem eines Butan- oder Benzinfeuerzeugs. Anstelle eines Gases wie Butan oder Benzin verwendet das elektrische Feuerzeug jedoch Strom zur Wärmeerzeugung. Das hat den Vorteil, dass keine fossilen Brennstoffe benötigt werden. Außerdem sind elektrische Feuerzeuge in der Regel wiederaufladbar, so dass du nicht ständig neue kaufen musst. Elektrische Feuerzeuge sind auch sehr einfach zu benutzen. Du musst nur einen Knopf drücken und das elektrische Feuerzeug wird gezündet. Dabei wird mit Hilfe einer stark hochtransformierten Stromspannung ein Lichtbogen erzeugt, der zwischen 800-1100 grad heiß ist.
Die wichtigsten Vorteile von elektrischen Feuerzeugen sind, dass sie umweltfreundlich und einfach zu benutzen sind. Allerdings gibt es auch einige Nachteile. Elektrische Feuerzeuge sind in der Regel teurer als herkömmliche Feuerzeuge. Darüber hinaus benötigen elektrische Feuerzeuge eine Stromquelle, um zu funktionieren. Das kann ein Problem sein, wenn du in der Wildnis bist und deine Batterie leer ist. Ein weiterer Nachteil ist, dass elektrische Feuerzeuge nicht so robust sind wie Feuerstähle und kaputtgehen können, wenn sie zum Beispiel herunterfallen. Hier kommt es auf das Modell an, das ihr verwendet. Ich besitze z.B. ein elektrisches Feuerzeug, dass wie ein Zippo aufgebaut und aus robustem Metall besteht. Die Elektronik im Inneren ist also gut geschützt. Für das Anzünden von Kerzen oder Kaminen eignet sich ein Stab-Feuerzeug besser. Auch hier gibt es entsprechende elektrische Modell. Meine beiden Favoriten habe ich euch unten verlinkt.

Fazit

Was ist also die bessere Option? Das hängt davon ab, wonach du suchst. Wenn du ein Feuerzeug suchst, das einfach zu bedienen ist und keine Übung erfordert, dann ist ein einfaches Feuerzeug wahrscheinlich die beste Wahl. Wenn du jedoch ein haltbareres Produkt suchst, das fast ein Leben lang hält, dann ist ein Feuerstahl die bessere Wahl. Der Feuerstahl ist quasi unkaputtbar, langlebig und absolut wetterbeständig. Allerdings benötigt es etwas Übung damit ein Feuer zu entzünden, während bei einem Feuerzeug sofort eine Flamme vorhanden ist. Dafür benötigt das Feuerzeug fossile Brennstoffe. Möchtest du komplett auf fossile Brennstoffe verzichten, gleichzeitig aber dennoch problemlos ein Feuer entzünden können, empfehle ich dir ein elektrisches Feuerzeug. Dieses kannst du immer wieder aufladen und das Entzünden geschieht per Knopfdruck.
Am Ende kommt es wirklich auf deine persönlichen Vorlieben an und ob du eher Wert auf eine einfache Handhabung oder Robustheit und Langlebigkeit wert legst.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.